Eine kleine Oliven-Lektüre

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Die Olive. Eine Steinfrucht, die je nach Sorte zwischen 1 bis 20 g wiegen kann. Man braucht also eine Menge an Oliven, bis eine 500-ml-Flasche Olivenöls voll ist. Vorher aber muss das Wetter mitspielen, um eine gute Ernte erzielen zu können. Die Qualität der Olive ist der erste und wichtige Schritt zu einem nativen Olivenöl extra. Die rasche Verarbeitung und das richtige mechanische Verfahren sind die weiteren Regeln, um ein gutes Olivenöl zu schöpfen. Aber am Anfang steht immer die kleine Olive, die eine wunderbare Reise von der Blüte bis zu der öligen Frucht hinnehmen muss.

 

 

Die Olive wird durch einer Schale geschützt. Unter der Schale sitzt das Fruchtfleisch und ganz innen verweilt der Kern. Die Farbe der Schale ändert sich mit der Entwicklung des Reifengrades. Die Schale wird dunkler und das Fruchtfleisch heller. Die noch nicht reifen Oliven geben gute organoleptische Eigenschaften ab, die mittelreifen schenken uns mehr Aroma. Das Verhältnis zwischen gesamtem Gewicht einer Olive und Ölextrakt hängt von der Dehydratation der Frucht ab, denn in dieser Zeit bilden sich Ölmoleküle und die Olive wird ölig. Dieser Prozess findet in den trockenen Monaten statt. Der spätere Regen kann zwar die Größe der Olive noch beeinflussen,

die Menge des Öls wird aber nicht mehr steigern.

 

 

Alle Zahlen sind nur Richtwerte, denn die Sorte, das Klima und der Zeitpunkt der Ernte spielen hier eine wichtige Rolle. Die Olive beinhaltet weitere Substanzen, die in der nächsten Lektüre erklärt werden. Am Ende bleibt die Frage, wie viel Oliven für eine 500 ml Fasche Olivenöls reifen müssen. Viele, sehr viele.